Aargauer SAC-Sektionen: Publikumswanderungen 2004

Wanderangebot im Rahmen der Stiftung „Aarau eusi gsund Stadt“

 

Einleitung - Wanderungen Übersicht - Bilder zur Einstimmung - Links - Tourenberichte (Laufend kommen neue!)

Einleitung

Anlässlich der „Grenztour Aargau“, welche im vergangenen Jahr mit grossem Erfolg durchgeführt wurde und an welcher durchschnittlich 132 Personen pro Etappe teilnahmen, wurden wir immer wieder gebeten, diese Art von Veranstaltungen weiterzuführen. Unsere Antwort war immer wieder: „Es gibt keine Weiterführung, die Grenztour war etwas Einmaliges, sie kann nicht wiederholt werden, sie soll uns in ihrer Einzigartigkeit in Erinnerung bleiben“. Dennoch verstummten die Wünsche nicht, wir wurden richtiggehend bekniet, etwas Aehnliches weiterhin anzubieten. Was war der Grund für diese Begeisterung?

Die unzähligen Komplimente und Feedbacks hatten eines gemeinsam: Die 25 Wanderetappen rund um den Kanton Aargau waren eine besondere Art von Wander- und Naturerlebnis, es waren weder Radiowanderungen noch Volksmärsche noch scharfe Bergwanderungen, sondern ein spezieller Mix aus körperlicher Betätigung bei jedem Wetter, verbunden mit geographischen/botanischen, kulturellen oder historischen Attraktionen, ohne jegliche Teilnahmeverpflichtung. Wir Aargauer SAC-Sektionen hatten mit dieser Grenztour ein spezielles Wandererlebnis ermöglicht, hatten damit eine neue Form von Wanderung kreiert, die uns zudem einen erheblichen Bekanntheitsgrad verliehen hat. Wir haben das Feuer weitergetragen, oder, wie es das Präsidium des SAC Aarau in seiner Gesangsdarbietung anlässlich des Jahresfestes gewünscht hat, neue Formen geschaffen, haben der breiten Bevölkerung einen der Kernpunkte unseres Clublebens auf ganz besondere Art schmackhaft gemacht.

Die Aargauer SAC-Sektionen haben sich daher entschlossen, diese neue Form von Wandererlebnis auch im Jahre 2004 anzubieten, einfach in einer etwas veränderten und vor allem umfangmässig abgespeckten Version. Wir beschränken uns dagegen nicht mehr auf den Aargau, sondern beziehen die umliegenden Kantone ebenfalls ein. Der organisatorische Rahmen verändert sich hingegen nicht. Mangels Sponsoren wird jedoch ein Unkostenbeitrag erhoben. Alle 7 Wanderungen werden mind. 10 Tage vorher jeweils in der Aargauer Woche ausgeschrieben, jedoch auf der Seite der Stiftung „Aarau, eusi gsund Stadt“, in deren Jahresprogramm diese Wanderungen enthalten sind. Am 4. März werden alle Wanderungen gemeinsam in einem längeren Artikel vorgestellt.

Wanderungen Übersicht

Folgende Wanderungen werden (natürlich auch für die SAC-Clubmitglieder!) angeboten.

Datum:
Wanderung:
Sektion / Tourenleiter/in:
Details:
Sa., 20. März 2004
Murgenthal – Born – Olten
SAC Zofingen, Franz Kissling, 062/751 52 62 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 17. April 2004
Jura - Roggen SAC Aarau, A. und H. Nideröst, 062/721 33 30 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 15. Mai 2004
Von der Limmat vorbei an der Reuss zur Aare SAC Brugg, Herbert Küffer, 056/223 13 18 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 12. Juni 2004 Wirzweli – Stanserhorn SAC Aarau, Thomas Fuhrer, 062/724 18 88 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 21. August 2004 Reinach – Dürrenäsch – Teufenthal SAC Homberg, Hans Edy Meier-Hefti, 062/771 53 36 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 11. September 2004
Zugerberg SAC Lindenberg, Hansueli Brechbühler, 056/622 88 31 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF
Sa., 9. Oktober 2004
Bachtel SAC Lägern, Ursula Obrist, 056/496 20 19 PDF-Format von Adobe Acrobat PDF

Das gesamte Programm in einem Dokument (9 Seiten): - PDF  - PDF-Format von Adobe Acrobat Word.

Nachfolgend sind die detaillierten Ausschreibungen der einzelnen Wanderungen angeführt. Das Gesamtprogramm ist ab Mitte Februar 2003 auch auf der Homepage des SAC Aarau (www.sac-aarau.ch) unter “Publikumswanderungen 2004“ aufgeschaltet.

Wer vermehrt an Wanderungen teilnehmen will, ist freundlich eingeladen, sich einer der Aargauer SAC-Sektionen anzuschliessen und deren umfangreiches Wanderprogramm zu benützen.

Unterentfelden, 3.2.2004            Thomas Fuhrer, OK-Präsident Grenztour Aargau.

Bilder zur Einstimmung 

Blick von Gummen Richtung Stanserhorn
Blick von Gummen Richtung Stanserhorn.

siehe 12. Juni. Bild von Thomas Fuhrer.

Fotobericht mit 6 Fotos von Thomas Fuhrer.

Links 

Tourenberichte 

Hier können Teilnehmer/innen ihre persönlichen Tourenberichte platzieren. Einfach ein E-Mail mit dem Bericht an mich (Markus Meier): Markus.Meier-Trostbluemail.ch.

Wer Fotos hat, kann auch einen Fotobericht erstellen, bitte in diesem Fall die Anleitung befolgen.

Publikumswanderung vom 20. März 2004 
Nachdem die Grenztour Aargau im vergangenen Jahr mit grossem Erfolg durchgeführt wurde, entschlossen sich die Aargauer SAC-Sektionen, diese neue Art von Wandererlebnis im Jahre 2004 auch wieder anzubieten. Und so fand am 20. März 04 die erste von 6 Wanderungen statt. Unter der Leitung von Franz Kissling – SAC Zofingen – marschierten eine grosse Zahl Wanderer mit. Gerne wäre ich auch dabei gewesen. Der Rucksack war gepackt, aber leider hatte mich über Nacht der Grippevirus gepackt und ich musste das Bett hüten. Aber alle die dabei waren, denen hats gefallen. Und genau aus diesem Grunde wollte ich die Wanderung nachholen. Zusammen mit Angela starteten wir am Sonntag, 25.4.04 um 10 Uhr in Murgenthal. Ueber die Holzbrücke überquerten wir die Aare, gleich danach bogen wir rechts ab und dem Aareufer entlang kamen wir an der idyllisch gelegenen Kapelle St. Stephan vorbei. 1974/75 wurde die Kapelle renoviert und neu ein Türmchen mit einer Glocke aufgesetzt. In der Kapelle befindet sich ein Barockaltärchen sowie eine Kopie des Innsbrucker Gnadenbildes. Durch weite Wiesen und Felder, gelb übersät mit Löwenzahn, erreichten wir die Dorfmitte von Fulenbach. Durch den unteren Forenbann, vorbei am Naturbiotop, marschierten wir Boningen zu. Wir unterquerten die A1 und stiegen steil auf zum Bornchrüz. Vorerst wurden wir noch durch den regen Verkehr auf der Autobahn gestört. Aber bald vergrösserte sich die Distanz und wir genossen die Ruhe und den Weitblick zum Hauenstein. Auf dem Gratweg queren wir den Born und auf einer Aussichtsplattform hatten wir eine schöne Aussicht über das Wiggertal und hinunter auf die Festung und das Städtchen Aarburg. Hier genossen wir bei strahlendem Sonnenschein unser Picknick. Weiter folgten wir dem gut markierten Gratweg und stiegen nach Olten ab. Wir sind der Meinung, es war eine gut gewählte Tour !!
Silvia Frei, silviafreigmx.ch

Publikumswanderung vom 17. April 2004
Bei herrlichem Wanderwetter besammelten sich 79 Personen zur Roggenwanderung. Mit unserem Wanderleiter Hansruedi Niederöst durchschritten wir das schmucke Juradorf Egerkingen. Bei der kath. Kirche wurden wir durch den Gemeindeammann begrüsst und in seinem Dorf willkommen geheissen. Der Aufstieg auf der romantischen und aussichtsreichen „Jakobsleiter“ zur Blüemlismatt kostete uns einige Schweisstropfen. Ueber saftig grüne Weiden stiegen wir zur Schlosshöchi auf und befanden uns nun auf dem Jurahöhenweg. Von dort hatte man einen herrlichen Ausblick ins Mittelland – leider war die Fernsicht in die Alpen nicht optimal – sowie ins Gebiet des Hauenstein und des Passwang. Im Rest. Tiefmatt liessen wir uns in der Gartenwirtschaft nieder und wurden mit einer feinen Gerstensuppe überrascht. Thomas liess seinen Charme walten und die Wirtin erlaubte uns, hier auch noch das mitgebrachte Picknick zu geniessen !! Ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft – wir werden sicher wieder kommen.

Gestärkt nahmen wir den steilen Aufstieg zum Roggenschnarz, 955 m.ü.M unter die Füsse  und wanderten auf dem breiten Rücken zur Aussichtskanzel der Roggenflue. Oben angekommen belohnte uns Thomas mit feinem Lebkuchen!! Danke, war prima, eine Wiederholung ist jederzeit erlaubt!!

Was man hoch steigt, muss man bekanntlich auch wieder hinunter. Und so war es auch. Ueber den Oensinger Roggen erreichten wir auf kleinen Weglein das Schloss Neu-Bechburg. Dieses Schloss wurde um 1200 durch die Freiherren von Bechburg erbaut. Im 13.Jh. gelangte die Burg an die Grafen von Frohburg. Die Burg wechselte im 14. Jh. mehrere Male ihre Besitzer. 1415 gelangte die Anlage an die Städte Bern und Solothurn die einen Vogteisitz einrichteten. Die ewigen Reibereien zwischen den beiden Städten führte schliesslich zur Aufteilung der Herrschaftsrechte. Solothurn wurde dadurch alleiniger Besitzer der Burg. Nach 1798 wurden die hinteren Gebäude abgerissen. Eine Basler Familie kaufte die Anlage und liess sie restaurieren. Heute gehört die Burg dem „Verein Freunde Schloss Neu-Bechburg“. Gegen 16 Uhr erreichten wir den Bahnhof Oensingen, wo sich die Gruppe schnell zerstreute und in alle Himmelsrichtungen verschwand.

Das Fazit des heutigen Tages, es war eine wunderschöne Wanderung!! Ein grosses Dankeschön an den Wanderleiter Hansruedi.
Silvia Frei, silviafreigmx.ch

Von Thomas Fuhrer nachgeliefert: Anlässlich der Roggenwanderung hat eine Teilnehmerin einen Zitronencake verteilt. Hier das Rezept als PDF .


Publikumswanderung vom 15. Mai 2004
Turgi – Gebenstorferhorn – Schwabenberg – Birmenstorf – Eitenberg – Hausen – Lindhof – Windisch - Brugg

Der Ausgangspunkt der Wanderung war die im Jahre 2002 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnete Gemeinde Turgi. Bei herrlichem Wanderwetter besammelten sich 92 Personen punkt 9 Uhr am Bahnhofplatz. Nach der Begrüssung führte uns der Wanderleiter Herbert Küffer durch die fortschrittliche Agglomerationsgemeinde zwischen Baden und Brugg und wir erfuhren viel Interessantes über das Dorf und speziell auch über die Holzbrücke, die über die Limmat führt. 1845 liessen die Brüder Heinrich junior und Rudolf Bebié das Fahr über die Limmat durch eine hölzerne Privatbrücke ersetzen. Obgleich der Übergang, namentlich seit der Eröffnung der Bahn im Jahre 1856 sich für die Allgemeinheit als notwendig erwies, blieb der Brückenunterhalt jahrzehntelang Sache der Fabrikherren. In das Trennungsdekret von 1883 fand die Bestimmung Aufnahme, dass die neue Gemeinde Turgi die Brücke befahrbar zu halten und dem öffentlichen Verkehr zu übergeben habe. 1919 war der hölzerne Flussübergang so baufällig, dass ihn der Regierungsrat für den Fahrverkehr sperrte. 1921 erstellte Baumeister Johann Biland aus Baden, unter teilweiser Wiederverwendung des alten Balkenwerkes, eine neue Brücke. 1990 erfolgte eine durchgreifende Sanierung unter anderem durch die Ersetzung der Holzpfähle unterhalb des Wasserspiegels durch Betonfundamente.

Nach dem Dorfrundgang stiegen wir hoch zum Gebenstorferhorn. Hoch über dem Tal genossen wir einen fantastischen Blick auf das Wasserschloss, wo sich die drei Flüsse Aare-Reuss-Limmat vereinen. Die Aare kommt von Brugg, die Reuss fliesst von Mellingen her durch Birmenstorf und die Limmat kommt von Baden. Nach einer kurzen Rast gings weiter durch Feld und Wald über den Schwabenberg und durch die Birmenstorfer Rebberge hinunter ans Ufer der Reuss, wo das Feuer beim Rastplatz bereit war, um die mitgebrachten Würste zu bräteln.

Nach der gemütlichen Mittagsrast wanderten wir wieder bergauf zum Eitenberg, immer mit Blick über das weite Birrfeld. Am Eitenberg wird das Gebiet wieder vollkommen renaturiert. Es haben sich bereits wieder viele Vögel und Amphibien angesiedelt. Unterwegs bestaunten wir in einem Privatgarten eine mit viel Liebe zum Detail angelegte Eisenbahn. Schade war diese noch nicht in Betrieb! Und so näherten wir uns bald unserem Ziel. Vorbei am Lindhof lockten uns die gluschtigen Sachen doch noch schnell ins Hoflädeli.

Nun gings nur noch talwärts und der Bahnhof Brugg war bald erreicht. An dieser Stelle möchte ich Herbert danken für die schöne und gut geführte Wanderung.

Silvia Frei, silviafreigmx.ch.


Publikumswanderung vom 12. Juni 2004: Wirzweli - Stanserhorn

Stanserhorn
Fotobericht mit 12 Fotos von Thomas Fehlmann.

Thomas Fuhrer: "Hier ein Rezept zur Publikation beim Rückblick auf die Stanserhornwanderung, wo es 41 Teilnehmende hatte und 44, welche auf dem Rondorama das Nachtessen eingenommen hatten..." und hier das Rezept: PDF

Stanserhorn
Tourenbericht und 5 Fotos von Silvia Frei.

Publikumswanderung vom 21. August 2004  - SAC Homberg
Reinach – Homberg – Liebegg - Teufenthal

Knapp 40 Personen besammelten sich bei der Migros Reinach. Durch den Tourenleiter Hans Edy Meier wurden wir herzlich begrüsst und mit dem von der Migros gesponserten Riegel und einem Saft für den ersten Durst stärkten wir uns für den Aufstieg zu den Sandsteinfelsen. Von dort gings sanft ansteigend weiter durch den Wald Richtung Homberg. Oben angelangt stürmten die ersten den Aussichtsturm, von wo man in die nähere Umgebung einen herrlichen Rundblick hatte. Leider begann es aber zu regnen und so blieb es bei einem kurzen Aufenthalt. Auf der Anhöhe verlief unsere Wanderung Richtung Wampfle - Dürrenäsch-Obersädel. Weil das Wetter gar garstig war, waren wir froh, im heimeligen Naturfreundehaus Unterschlupf zu finden. Und so konnten wir in der warmen Stube unser Picknick geniessen. Nach der ausgiebigen Mittagsrast durchquerten wir das Dorf Dürrenäsch zur Höhi und kamen beim Sieben Zwingstein vorbei.

Im unteren Wynental, in der Gemeinde Gränichen, steht auf einer bewaldeten Hügelkuppe gut sichtbar, das Schloss Liebegg. Auf unserem Rundgang erfuhren wir viel Wissenswertes. Seit dem Auftauchen in der Geschichte im 11. Jahrhundert war das Schloss im Besitze von verschiedenen aristokratischen Familien: den Rittern von Liebegg und Luternau, den Graviseth, den von Diesbach, den Hunziker und ist nun seit 1948 im Besitz des Kanton Aargau. Sofort ins Auge sticht das Mitte des 16. Jahrhunderts von Augustin von Luthernau erbaute spätgotische Luternauhaus. Die Hofbauten der Schlossanlage bestehen aus einer anfangs des 17. Jahrhunderts gebauten grossen Scheune und dem Wohntrakt im Stil des Biedermeier, erbaut anfangs des 19. Jahrhunderts. Nach dem Abschluss der Renovation im Jahre 2002 steht es der Öffentlichkeit als Seminar- und Kurszentrum zur Verfügung.

Allmählich liess sich auch die Sonne noch blicken und wir gelangten südwärts um den Hügelauslauf herum  an der Trostburg vorbei und nur noch wenige Schritte trennen uns vom Bahnhof. Die von Ruth organisierte Ueberraschung war gelungen. Jeder durfte beim Beck ein feines hausgemachtes Glace holen……wieso het sVreni het ächt en blaui ??

Ich möchte es nicht unterlassen, Hans Edy für die gut geführte Wanderung herzlich zu danken. Wir haben diesen Tag im Wynental genossen.
Silvia Frei, silviafreigmx.ch.


Letzte Änderung: 23. August 2004; HOME: www.sac-aarau.ch